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Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels
DAS GROSSE LUCASFANS.DE-SPECIAL ZU INDIANA JONES UND DAS KÖNIGREICH DES KRISTALLSCHÄDELS!

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels - Film – Info (Deutsch)

Helden und Bösewichter...
Teil 4 (von 10)
Bekannte Gesichter und talentierte Newcomer im Abenteuer ihres Lebens

„Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” wäre ohne seinen legendären Titelhelden nicht denkbar. Aber auch wenn Indy sich selbst vielleicht als gelehrten Einzelgänger und einsamen Wolf sieht, wird er auf seinen Reisen immer von einer bunt zusammengewürfelten Gruppe aus Freunden und Feinden begleitet.

„In unserer Geschichte spielen immer auch melodramatische Aspekte eine wesentliche Rolle“, erklärt Executive Producer Kathleen Kennedy. „Es gibt den Bösewicht – und dieser Film hat wirklich einen überragenden Bösewicht. Hinzu kommt dann der ironische Schlagabtausch zwischen Indy und seinem Partner – und wir haben auch diesmal einen tollen Sidekick. Außerdem verliebt sich Indy jedes Mal, und er hat Freunde, die er auf seinen Reisen immer wieder trifft, Leute, die ihn betrügen, und Menschen, die etwas zu verbergen haben. All das trägt entscheidend zum Filmspaß bei.“

Für das jüngste Indiana-Jones-Abenteuer stellten die Filmemacher eine Traumbesetzung zusammen, die natürlich von dem unnachahmlichen Harrison Ford angeführt wird.

Regisseur Steven Spielberg nennt Ford „die Geheimwaffe. Von Anfang an war und ist Harrison Ford der zentrale Fixpunkt der Serie.“ Mit Dr. Jones hat Ford einen Leinwandhelden erschaffen, dessen nachhaltiger Reiz in einer Kombination aus schnörkelloser Härte, Bescheidenheit und Angst vor Schlangen besteht.

„Er ist ein echter Mann“, sagt Co-Star Shia LaBeouf, der auf der Suche nach dem legendären Kristallschädel Indys Sidekick wider Willen darstellt. „Wenn man ihn dann aber in Situationen versetzt, in denen er auch Schwächen zeigen darf, ist das zum Totlachen. Indys Schwächen – und da gibt es ganze Menge – sind durchweg urkomisch. Indiana Jones hat viele Ecken und Kanten, aber er ist auch ein wirklich guter Mensch – was Harrison genau entspricht. Er ist ein Mann der Tat – und das hat er zur Kunstform erhoben. Niemand sonst ist Indiana Jones.“

Ford war klar, dass seine Rückkehr in die Rolle des unerschrockenen Archäologen einige schwierige Stunts mit sich bringen würde. Deshalb trainierte er im Voraus, um sein Stunt-Double so selten wie möglich zu bemühen. „Er will Indiana Jones sein und mag es nicht, wenn ein anderer die Stunts ausführt“, sagt Produzent Marshall. „In diesem Film wird viel gerannt, gejagt, gesprungen, gepeitscht, im Dschungel herumgerollt – und Harrison hat alles gemacht. Es zeigt seine Leidenschaft für die Figur, und das wird auf der Leinwand auch sehr deutlich. Wir wissen, dass er die Szenen selbst spielt – wir wissen, dass dass er echt ist.“

Seit nunmehr drei Jahrzehnten ist Ford einer der legendärsten Leinwandstar. Sein Durchbruch (nach einer kleinen Rolle als Hotelpage in “Immer wenn er Dollars roch” 1966) gelang ihm 1973 mit George Lucas’ „American Graffiti”. Lucas besetzte Ford daraufhin als Han Solo in „Krieg der Sterne”, obwohl der eigentlich nur zum Vorsprechen kam, um den anderen Darstellern die Stichworte zu geben.

Auch für die Rolle des Indiana Jones war Ford nicht die erste Wahl – heute können wir uns kaum jemand anderen in dieser Rolle vorstellen. Das stimmt inzwischen laut Lucas umso mehr, als Indy inzwischen als Figur gealtert ist. „In diesem Film darf Harrison zeigen, wie die Figur eine große Entwicklung durchmacht, wie er von den 30ern in die 50er-Jahre hineinwächst“, erklärt er. „Die Handlung in eine spätere Zeit zu verlegen war auch deshalb ein kleines Abenteuer, weil wir die Grundvoraussetzungen verändern mussten, die Filme aber trotzdem stringent bleiben sollen. Warum das diesmal genauso funktioniert wie damals, dafür gibt es nur einen Grund: Harrison Ford.“

Dass der Schauspieler diese Rolle erneut übernahm, löste in allen Beteiligten nostalgische Gefühle aus – vor allem in Spielberg. „Wen man erlebt, wie Harrison am Drehort erscheint, die Peitsche greift und mit ihr einen der Bösewichte einwickelt, ist schon unglaublich“, sagt er. „Es ist erstaunlich, wie schnell Harrison das hinbekommt. Und dann Indys Tasche und seine anderen Utensilien zu sehen… das war nicht nur Nostalgie. Es war der Moment, in dem mir klar wurde, dass wir diese Figur und alles, wofür sie steht, dem Publikum wiedergeben, das mit ihr aufgewachsen ist – und sie gleichzeitig einem ganz neuen Publikum vorstellen.“

LaBeouf glaubt, dass die Zuschauer jeden Alters nachempfinden werden, was er am Drehort erleben durfte, sobald sie Indiana Jones wieder in Action sehen. „Leute in meinem Alter haben die Indiana-Jones-Filme vielleicht nie im Kino gesehen, aber Indiana Jones bedeutet uns trotzdem sehr viel“, sagt er. „Das gilt für alle Generationen.“

LaBeoufs übernimmt die Rolle des Mutt, der in Indys neuen Eskapaden eine wichtige Rolle spielt. Allein diese Darstellung erlebte der Schauspieler als Abenteuer. Der Newcomer aus „Transformers“, „Disturbia” und dem in Herbst anlaufenden „Eagle Eye” stand in dem Moment vor seiner größten Herausforderung, als er erfuhr, dass er die Rolle übernehmen sollte.

„Steven schreib mir eine kleine Notiz auf mein Drehbuch: ‚Okay, nun musst du dich in Mutt verwandeln. Steven.’ Und gab mir dann drei Filme, die ich mir ansehen sollte”, berichtet LaBeouf über die Vorbereitung auf seine Rolle. Die Filme? „Die Saat der Gewalt“, „…denn sie wissen nicht, was sie tun“ und „Der Wilde“. Letzterer Titel entlockt LaBeouf ein Lachen: „Als hätte ich nach Hause gehen, mir ‚Der Wilde’ anschauen und sagen können: ‚Ach so hat Marlon Brando das also gemacht!’“

Nichts desto trotz fand er schnell heraus, was seine den Mutt so besonders macht: „Mutt hat keine normale Kindheit erlebt. Er hat die Schule geschmissen und ist ganz besessen von Motorrädern und Maschinen“, sagt er. „Über viele Dinge hat Mutt nie reden können – also zieht er es vor zu schweigen. Er ist ein Junge, der wie ein Mann wirken will – aber er ist anders, als er nach außen hin vorgibt.“

Mutt ist ein Einzelgänger, ein Rebell der 50er-Jahre, der einen interessanten Gegenpol zu Dr. Jones darstellt, wie LaBeouf erklärt: „Irgendwie geht es bei diesem Abenteuer darum, eine Familie zu gründen oder neu zu schaffen. Erst mit Indiana, dann mit anderen, die sie treffen. Je mehr verrückter die Dinge sich entwickeln, desto stärker wird ihre Bindung – jeder Schlag bringt sie näher zusammen.“

Die Vorbereitung auf seine Figur war aber nur eine erste Etappe in LaBeoufs Indiana-Jones-Abenteuer. Als er die Rolle annahm, wusste er, das da noch mehr kommen würde – sehr viel mehr. „Man weiß einfach, dass irgendetwas passieren wird, wenn man einen Indiana-Jones-Film macht. Das war mein erster Gedanke: Mir wird etwas Schlimmes zustoßen.” Doch trotz aller Schlangen, Schwerter, Messer und Motorräder erlebte LaBeouf seinen aufregendsten Moment, als er Harrison Ford zum ersten Mal als Indiana Jones sah.

„Mir stockte der Atem”, sagt er. „Ich bekam echt keine Luft mehr. Meine Reaktion hatte allerdings mit dem Augenblick zu tun, als ich ihn zum ersten Mal in voller Montur sah. Wir waren auf einem Luftwaffenstützpunkt und übten den Umgang mit den Fahrzeugen. Harrison kam in einem Helikopter an, stieg aus, ging fünf oder sechs Schritte – und griff nach hinten: Er packte seine Peitsche! Komisch, aber in diesem Moment war er nicht mehr Harrison Ford, sondern Indiana Jones. Ich sah zu, wie er eine Peitsche rausholte, entrollte, mit Fett einschmierte und packte – und ich dachte nur: ‚Oh mein Gott! Das passiert gerade wirklich!’“

Aber Indiana Jones ist nicht der einzige Leinwandfavorit, der in „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” wieder auftritt. Zu Indys Überraschung trifft er die große Liebe seines Lebens wieder, die eine Frau, die er nie wirklich vergessen konnte: Marion Ravenwood, natürlich dargestellt von Karen Allen. Marion wieder an Bord zu holen, war laut Drehbuchautor David Koepp absolut logisch: „Marion und Indy gehören einfach zusammen.“ Executive Producer Kathleen Kennedy fügt hinzu: „In dem Moment, in dem Karen zum ersten Mal lächelte, erinnerte sie uns sofort an die Dreharbeiten des ersten Films. Sie hat sich eigentlich überhaupt nicht verändert.”

Allen lächelt tatsächlich, wenn sie über Marions wildes Temperament nachdenkt, das in „Jäger des verlorenen Schatzes“ so deutlich Geltung kam. „Sie ist eine sehr starke Persönlichkeit“, sagt Allen. „Wahrscheinlich hat sie sich als Teenager sehr in Indy verliebt – auf eine wundervolle, altmodische, romantische Art ist Indiana Jones die Liebe ihres Lebens.“ „Aber leider“, fügt sie hinzu, „war er nie der sesshafte Typ, und das hat sie eben von Anfang an verstanden. Sie war ein modernes Mädchen – viele Leute bezeichneten sie als couragiert. Aber es geht nicht nur Courage – sie hat Ideen. Sie kann auf sich und andere Menschen aufzupassen, und sie lässt Indy so sein, wie er ist.“

Allens Rückkehr auf die Leinwand gefiel auch ihren Schauspielkollegen: „Nach ihrem ersten Take haben alle gejubelt“, sagt Co-Star Cate Blanchett. „Sie wirkt bei ihren Auftritten sehr frei und selbstbestimmt. Ich erinnere mich, wie ich sie zum ersten Mal sah und dachte, dass ich noch nie eine so unabhängige und freche Heldin erlebt hatte. Karen ist sehr lebhaft. Man verliebt sich in sie als Person und aufgrund ihrer Leinwandpräsenz.“

Für Lucas gibt es einen guten Grund, warum das Publikum Marion für die unvergesslichste und vielleicht auch eindrucksvollste von Indys Leinwandpartnerinnen hält: „Marion hat einen großartigen Sinn für Humor, und das ist typisch für Karen“, sagt er. „Man ist gern mit ihr zusammen: Sie ruht in sich selbst, sie kann mit Indys mithalten, und man nimmt ihr durchaus ab, dass nur sie ihn in seine Schranken weisen kann. Zusammen sind sie ein echtes Team.“

Marion ist nicht der einzige starke Frau, der Indiana Jones auf seiner Abenteuerreise begegnet – der Bösewicht ist diesmal nämlich die verruchte Sowjetagentin Irina Spalko: Die Anführerin der sowjetischen Armeetruppe auf der Suche nach dem Kristallschädel wird von der Oscar®- und BAFTAPreisträgerin Cate Blanchett dargestellt. Es ist das erste Mal, dass sie eine „richtig böse Frau“ spielt hat, sagt Blanchett und fügt hinzu, dass ihr dies riesigen Spaß macht.

„Spalko wirkt eine fast undurchdringlich unf stahlhart – in jeder Lebenslage sitzt ihr Haar absolut korrekt. Sie hat nie auch nur einen Fleck auf ihren Stiefeln, egal wie tief sie durch den Schlamm waten muss“, erklärt Blanchett. „Sie geht mit bemerkenswerter Präzision vor. Sie ist sehr eindringlich und deshalb auch potenziell tödlich.”

Am Drehort muss man laut Blanchett „auf alles gefasst sein, weil Steven gern Details ändert.“ Blanchett nahm Fechtunterricht für eine anstrengende Schwertkampfszene, die im Dschungel auf rasenden Fahrzeugen ausgetragen wird. Und als wäre das nicht genug, entschied der Regisseur, noch einen weiteren Aspekt in die Mischung einzubringen: „Wir drehten diese Verfolgungsjagd durch den Dschungel auf Hawaii, und plötzlich wollte er auch eine Karatesequenz einbringen“, erinnert sich Blanchett, „Wir mussten das also sehr schnell einstudieren. Das ist tatsächlich eine großartige Art zu arbeiten, denn alles, was wir machen, wird von Adrenalin dominiert.“

Executive Producer George Lucas ist überzeugt, dass die Zuschauer begeistert auf Blanchett reagieren werden. „Filmstars bekommen nicht oft die Chance, richtige Schurken zu spielen. Deshalb erlebt sie die Rolle als ganz besonderen und aufregenden Spaß”, sagt er. „Spalko lässt sich von nichts und niemandem beirren oder von ihrem Ziel abbringen – das macht sie zu einem guten Bösewicht. Als Zuschauer müssen wir ihr das abnehmen, sie muss uns Angst einjagen. Und wie Cate Irina spielt, verbreitet sie echt Panik.“

Als Neuling in der Welt von Indiana Jones war Blanchett über die hohen Erwartungen an dieses Projekt erstaunt: „ Ich hatte vor dem Drehstart keine Ahnung, wie viele Leute sich seit Jahren einen weiteren Teil wünschten. Das ist ein tolles Gefühl.“

Blanchett gibt allerdings zu, dass sie sich nicht nur über die spektakuläre Rolle einer formidablen Schurkin freute, sondern auch überglücklich war, in einem Indiana-Jones-Film mitwirken zu dürfen. „Alle Mädchen in meiner Grundschule wollten Harrison Ford küssen, aber ich wollte Harrison Ford sein. Ich wollte Indiana Jones sein! Wenn Harrison und Karen Allen auf der Leinwand zusammen zu sehen waren, knisterte die die Atmosphäre förmlich. Bei der Indiana-Jones-Titelmelodie bekomme ich heute noch Gänsehaut.”

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