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Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels
DAS GROSSE LUCASFANS.DE-SPECIAL ZU INDIANA JONES UND DAS KÖNIGREICH DES KRISTALLSCHÄDELS!

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels - Film – Info (Deutsch)

Die Geschichte hinter dem Geheimnis
Teil 8 (von 10)
80 Jahre Forschung lüften das Geheimnis des Kristallschädels… oder auch nicht

1924 leitete der berühmte britische Bankier und Abenteurer F.A. Mitchell-Hedges eine Expedition in den südamerikanischen Dschungel von British Honduras (inzwischen Belize). Seine Mission: Beweise für die Existenz des verlorenen Kontinents von Atlantis zu finden. Allerdings machte Mitchell-Hedges’ Adoptivtochter Anna den Fund, durch den die Expedition berühmt wurde: An ihrem 17. Geburtstag, als Mitchell-Hedges und sein Team die uralten Ruinen eines Maya-Tempels bei Lubaantun ausgruben, entdeckte Anna ein glitzerndes Objekt am Boden unter einem zusammengebrochenen Altar: einen wunderschön geformten menschlichen Schädel, der mit unglaublicher Kunstfertigkeit aus einem einzelnen Block durchsichtigen Quarzkristalls geschliffen worden war.

Als sie das Artefakt zum ersten Mal berührte, habe sie etwas Seltsames gefühlt, sagte Anna. Und jedes Mal, wenn sie den Schädel nachts neben ihr Bett stellte, hatte sie lebhafte Träume von den Mayas, die vor Tausenden von Jahre gelebt hatten, und ihren täglichen Ritualen und Opfern. Nach den Aussagen der wenigen Indianer, die noch in der Gegend lebten, wurde der Schädel vom Hohepriester dieser Kultur dazu benutzt, den Tod herbeizuführen. Ihr Vater behauptete, der Schädel sei 3600 Jahre alt, und nannte ihn den „Schädel des Unheils“ aufgrund seiner angeblichen magischen Kräfte und dem Schicksal, das diejenigen ereilte, die mit ihm in Berührung kamen.

Die Nachricht von der ungewöhnlichen Entdeckung lösten in der Kunst- und Antiquitätenwelt eine kleine Sensation aus. Nach und nach kam eine Reihe von Kristallschädeln ans Licht der Welt, von denen einige ihren Weg in Museen fanden, während andere im Privatbesitz blieben. Bis zum heutigen Tage wird über die Herkunft dieser Artefakte heftig gestritten. Manche behaupten, die Schädel seien Überbleibsel aus Atlantis und könnten von Außerirdischen stammen. Andere bestehen darauf, dass es sich um Matrizen mit strahlender übersinnlicher Energie handelt, mit deren Hilfe man Zaubersprüche aussprechen, Geister herbeirufen, Krankheiten heilen und die Zukunft vorhersagen kann.

Viele dieser Hypothesen berufen sich auf die Zahl 13. Eine solche Theorie behauptet, dass die Schädel von einer Gesellschaft hinterlassen wurden, die im Innern der Erde lebte, und dass 13 „Master-Schädel“ die Geschichte dieser Kultur in sich tragen. Andere theoretisieren, dass jeder der 13 „Master-Schädel“ eine spezielle Eigenschaft hat und dass, brächte man alle 13 zusammen, deren Eigenschaften sofort zur Verfügung stehen und ein neues Zeitalter einleiten würden.

Die meisten der Kristallschädel, die auftauchten, nachdem Mitchell-Hedges seinen Fund publik gemacht hatte, weisen eine stilisierte Struktur auf: Die Zähne wurden in ein einzelnes Schädelstück hineingeritzt – im Gegensatz zum Mitchell- Hedges-Schädel, der einen abnehmbaren Unterkiefer hat. Beispiele dafür sind ein Paar – bekannt als der Britische Kristallschädel und der Pariser Kristallschädel –, die momentan im Museum of Mankind in London und dem Musée de L’Homme in Paris ausgestellt sind. Ein anderes Paar von Schädeln — der Maya- Kristallschädel und der Amethyst-Schädel – wurde angeblich von einem Maya- Priester in die USA gebracht.

Zwei bekannte Schädel aus privaten Sammlungen haben die Spitznamen „Max” und „ET”. Max, auch bekannt als der texanische Kristallschädel, fand angeblich in den frühen 80ern über einen tibetanischen Heiler zu JoAnn Parks in Houston. Der Schädel bekam seinen Spitznamen, weil Parks behauptete, der Heiler habe ihr gesagt, sein Name sei Max. Der E.T.-Schädel – so genannt, weil seine spitze Schädelkapsel und sein übertriebener Überbiss wie der Schädel eines Außerirdischen aussehen – gehört zur privaten Sammlung von Joke van Dieten Maasland, die behauptet, der Schädel habe sie von einem Gehirntumor geheilt. Der einzige Kristallschädel, der sich von der Qualität der Handwerkskunst mit dem Mitchell-Hedges-Schädel vergleichen lässt, ist der Rose-Quarz- Kristallschädel, der ebenfalls einen abnehmbaren Unterkiefer hat, aber etwas größer und nicht durchsichtig ist.

Der Mitchell-Hedges-Schädel — 5,2 kg schwer, 12,7 cm hoch, 17,8 cm lang und 12,7 cm breit – ist der berühmteste Kristallschädel. 1970 lieh die Familie Mitchell- Hedges den Schädel angeblich für Tests an die Hewlett-Packard Laboratories aus – ein führendes Labor für Kristallforschung in Santa Clara/California. Der Kunstrestaurator Frank Dorland behauptet, die Untersuchungen überwacht zu haben – sie hätten erstaunliche Resultate hervorgebracht. Er berichtete, die HPForscher hätten herausgefunden, dass der Schädel gegen die natürliche Achse des Kristalls geschliffen sei. Moderne Kristallbildhauer kennen immer die Achse oder molekulare Symmetrie des Kristalls, weil man – selbst bei Anwendung von Lasern oder anderen High-Tech-Schnittmethoden – den Kristall zum Zersplittern bringen kann, wenn man gegen seine Achse schneidet.

Dorland behauptete außerdem, HP habe keine mikroskopischen Kratzer auf dem Kristall finden können, die ein metallisches Werkzeug normalerweise hinterlassen hätte. Dies brachte Dorland zu der Schlussfolgerung, der Kristall sei erst mithilfe von Diamanten in seine Rohform gebracht worden, um dann mit einer milden Lösung aus Silikonsand und Wasser detailliert bearbeitet zu werden – ein fast unmögliches Verfahren, das nach seinen Berechnungen bis zu 300 Jahre an Arbeitsstunden erfordert hätte. Dorland behauptete außerdem, der Schädel stamme aus Atlantis und sei während der Kreuzzüge von den Tempelrittern aufbewahrt worden.

Es gibt allerdings keine Dokumente, die die Behauptungen über die exotische Herkunft des Schädels belegen. Einige Fachleute haben sogar behauptet, Mitchell-Hedges habe den Schädel 1943 bei einer Auktion bei Sotheby’s erstanden – ein Vorwurf, der von Dokumenten des British Museum gestützt wird, das angeblich gegen ihn bot. Dies würde erklären, warum Mitchell- Hedges vor 1943 amscheinend nie von dem Artefakt gesprochen hat — obwohl er behauptete, Anna habe es fast 20 Jahre zuvor gefunden. Allerdings behauptete Mitchell-Hedges seinerseits, er habe den Schädel zurückgekauft, nachdem ein Freund, dem er ihn zur Aufbewahrung anvertraut hatte, ihn bei Sotheby’s versteigern lassen wollte.

Es gibt auch Zweifel, ob die Tests bei Hewlett-Packard jemals ausgeführt wurden, da die Firma nie Beweise für solche Tests geliefert hat. Spätere Tests ergaben sogar, dass der Schädel mithilfe von Juwelierwerkzeug aus dem 19. Jahrhundert geschliffen worden sei, was seine angebliche vorkolumbianische Herkunft noch suspekter macht.

Anna Mitchell-Hedges, die den Schädel bis zu ihrem Tod 2007 im Alter von 100 Jahren besaß, stand zu der Geschichte ihres Vaters und wurde von anderen loyal unterstützt, die an die bedeutenden mythischen Kräfte des Kristallschädels glaubten.

Anmerkung: Einige Quellen dieses Artikels sind die folgenden Webseiten:

http://www.world-mysteries.com/sar_6_1.htm
http://www.si.edu/opa/insideresearch/articles/V9_CrystalSkulls.html
http://www.mitchell-hedges.com/
http://www.youtube.com/watch?v=XTOe7c0n-oc
http://www.youtube.com/watch?v=OwrGQuFyRDQ

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